PeerCom (Peer-Companions)

Projektbeschreibung

PeerCom / Peer-Companions ist ein vom „Licht ins Dunkel – Innovationsfonds“ gefördertes Projekt, das darauf abzielt, Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen mit psychosozialen Problemstellungen oder psychischen Erkrankungen zu leisten. Im Zentrum steht dabei die Erweiterung bestehender Versorgungs- und Unterstützungsoptionen: Durch die Begleitung durch erfahrene psychosoziale Peers entsteht ein zusätzliches, niedrigschwelliges Angebot, das Menschen dabei unterstützt, sich im oft komplexen Sozial-, Behörden- und Gesundheitssystem besser zurechtzufinden. Konkret umfasst das Angebot unter anderem die Begleitung bei Behördengängen sowie im Rahmen der Gesundheitsversorgung und ist für die Teilnehmenden kostenfrei nutzbar. Die Teilnahme im Projekt erfolgt grundsätzlich anonymisiert und nach gängigen datenschutzrechtlichen sowie ethischen Standards. Vernetztes Arbeiten erfolgt ausschließlich mit Einwilligung und der unmittelbaren Einbeziehung der Teilnehmer: innen („nichts über uns – ohne uns“). 

Das Projekt versteht sich damit als wichtige Ergänzung zu bestehenden Unterstützungsstrukturen und wird insbesondere im Bereich der Nahtstellen wirksam. In enger Kooperation mit Sozialberatungsstellen, Behörden sowie Sozial- und Gesundheitsberufen sollen Zugänge erleichtert, Orientierung geschaffen und die Handlungsfähigkeit der begleiteten Personen gestärkt werden. Ein besonderer Mehrwert liegt darin, dass 
PeerCom von sehr erfahrenen Peers getragen wird, die auf Basis eigener Erfahrung mit dem erworbenen Feldwissen im Bereich der selbständigen Nutzung sozialer Dienste, auf Grundlage einer entsprechenden Qualifizierung (in der Regel EX-IN), professionell begleiten. PeerCom setzt bewusst auf die selbstbestimmte und selbstorganisierte Tätigkeit von Peers ohne fachliche Einflussnahme einer Institution. Damit wird eine von Trägerinteressen unabhängige Begleitung erst möglich und in weiterer Folge die Selbstbestimmung der Teilnehmenden gefördert. 

Die Peers werden inter- und supervisorisch durch Fachpersonen innerhalb und außerhalb des Vereins TIPSI begleitet und sind selbst Teil des beforschten Feldes. Somit können wissenschaftliche Daten nicht nur über die Wirkung bei den Teilnehmenden, sondern auch bei den Peers als eigenständige Berufsgruppe, erhoben und ausgewertet werden. Die Peers werden außerdem partizipativ in das Forschungsdesign und im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Abstimmungsterminen mit dem wissenschaftlichen Team in die laufende wissenschaftliche Begleitung aktiv eingebunden.

 

Mehr Informationen unter:  PeerCom